Die aktuellen Ergebnisse der internationalen Schulvergleichsstudien (TIMSS, PISA) haben erneut gezeigt, dass neben der gezielten Unterstützung von (benachteiligten) Kindern auf den unteren Kompetenzstufen auch die Individuelle Förderung von (talentierten) Kindern auf den oberen Kompetenzstufen erforderlich ist. Dies brachte jüngst die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck.

Beim 6. Münsterschen Bildungskongress vom 19. bis 22. September 2018 werden die Themen der Begabungsförderung und Leistungsentwicklung vor dem Hintergrund der Bildungsgerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Bildungsgerechtigkeit als eine der drängenden Fragen des 21. Jahrhunderts rückt das Thema der Begabungs- und Leistungsförderung in einen weiteren Blickwinkel, den es zusätzlich zu berücksichtigen gilt. So soll der Bildungskongress dazu beitragen, dass der Begriff der Bildungsgerechtigkeit nicht nur die Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg beinhaltet, sondern das allgemeine Ziel fokussiert, alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen, ihre Begabungen zu entwickeln und optimal zu fördern.